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Sandra Reichenbach

Lützner Strasse 85
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Geschichte

Altes BildDie Kulturwarenfabrik war 1869 die letzte Gastwirtschaft auf der linken Straßenseite Richtung Lützen damals noch im Dorf Plagwitz - Lindenau und wurde 1898 durch den Gastwirt Rudolf Neuhold erworben und als Gastwirtschaft "Stadt Lützen" im eingerückten Vorderhaus geführt. Angrenzend an dieses Gebäude gab es einen großen Kastanienhof, mit Biergarten und Kegelanlage.

Familie Neuhold im Jahre 1912Erst um 1933 entstand auf diesem Gelände die rückwärtige Fabrikanlage. Das direkt an der Straßenfront stehende Wohnhaus wurde um 1960 saniert und kurze Zeit später aufgrund daraus resultierender Manfred Neuhold als BabyBaumängel abgerissen.

Der Sohn von Rudolf Neuhold - Friedrich Neuhold wurde 1898 im Wohnhaus der Lützner Straße 85 geboren und lebte hier bis zu seinem frühen Tod 1931 als Metallwarenfabrikant. Der Sohn von Friedrich Neuhold - Herr Manfred Neuhold wurde 1925 hier geboren und lebt immer noch unweit seiner Geburtsstätte in der Lützner Straße als Lehrer im Ruhestand.

Kulturwarenfabrik und TapetenwerkZu DDR - Zeiten wurde aus der Gastwirtschaft der sozialistische Großhandelsbetrieb Holz-und Kulturwaren Leipzig. Hier wurden unter anderem pyrotechnische Erzeugnisse, Fest - und Scherzartikel gelagert. Seit 1989 stand die Kulturwarenfabrik leer bis zum Erwerb 1993 durch Erik Pomplitz. Danach entstanden durch umfangreichen Umbau Werkstätten und Ateliers sowie Büroetagen, Wohnlofts und kleine Appartements.

Mit der Entstehung des Henriettenparks 2001, der unmittelbar an die Kulturwarenfabrik großflächig angrenzt, verbesserte sich dann auch das Umfeld mit viel Grün.